Nachdem Unternehmen in Dänemark, Italien und der Schweiz den Palettentausch im internationalen Verkehr zum großen Teil eingestellt haben, sind deutsche Spediteure nicht mehr in der Lage, das System mit diesen Ländern fortzuführen.

Palettentausch bedeutet, dass Paletten gleicher Anzahl und Güte Zug-um-Zug ausgetauscht werden. Usus war stets, dass der Auftraggeber zur Rücklieferung an den Spediteur verpflichtet ist, sollte der Empfänger keine oder nicht genügend tauschfähige leere Paletten übergeben haben. Einige europäische Unternehmen ignorieren diese Regel – obwohl die Palette kein Lademittel, sondern Teil der Verpackung ist und somit zu deren Gut zählt. Für die Spediteure wiegt das schwer: Durch Schwund, Diebstahl und Verwaltung erleiden sie hohe Verluste. So hat der Verein Hamburger Spediteure ausgerechnet, dass bei 15 ausgesuchten Mitgliedern mehr als drei Millionen Euro Kosten jährlich anfallen. Fazit: Verlader und Spediteure brauchen ein neues Konzept!